Liebe Freunde, ich habe gestern mit Basti einen Ausflug dahin gemacht, wo früher eine eiskalte Linie das unser Land und unsere Familien teilte: an die ehemalige Zonengrenze.
Nicht überall sind noch Spuren dieses geschichtlichen Ereignisses zu sehen. Aber hier bei Zicherie und Böckwitz ist es so.
Wir fanden eine Hinweistafel und den Grenzpfahl, aber auch Mauerreste, einen Begrezungsgraben, den Kolonnenweg und einen Wachturm vor.
Zicherie ist heute ein kleines, gepflegtes niedersächsisches Bauerndorf, dünn besiedelt, ohne Läden und Schule... Das beschauliche Böckwitz ist nur durch die Breite des ehemaligen Todesstreifens von Zicherie getrennt. Hier bedürfen allerdings noch einige Häuser, an denen der Zahn der Diktaturzeit genagt hat, der Reparatur.
Auf beiden Seiten der ehemaligen Zonengrenze traf ich auf überaus freundliche und auskunftfreudige Menschen, die davon berichteten, wie sie früher im jeweils anderen Dorf Freunde und Angehörige besuchten. "Meine Schwester ist in Zicherie verheiratet" berichtete ein betagter Herr, der mit seinem Fahrrad neben mir stand. "Dann haben wir uns 30 Jahre nicht gesehen, und jetzt fahre ich jeden Tag mit dem Rad zu ihr."
Basti lief über den ehemaligen Todesstreifen und versuchte, einen Schmetterling zu fangen ... irgendwie ein mulmiges Gefühl... die Sonne schien, der Hund war glücklich... aber wieviel Trauer gab es hier schon?
Ein bisschen ist die Zeit in beiden Dörfern noch stehen geblieben. Auch wenn die Mauer abgerissen ist - man spürt sie dennoch. Und man spürt heute den Frieden und die Ruhe.
Deutschland ist unteilbar - YouTube




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