FCI-Gruppe 9, Sektion 5, Standard Nr. 209 
Tibet Terrier
Tibet-Apso oder Doki-Apso
Heimat des Tibet Terriers ist das Dach der Erde. Ein Land das in den Hochebenen des
Himalaja und im Durchschnitt 4500 m über den Meeresspiegel liegt. Dort half er bereits vor über 2000 Jahren den Hirten beim Hüten der Ziegen und Schafe. Die Ärztin Dr.Greig brachte sie nach England und von da aus in die ganze Welt. Selten liegt eine Bezeichnung einer Hunderasse so falsch wie beim Tibet Terrier. Denn mit einem Terrier hat der Tibbi so gar nichts gemein, schließlich war er niemals Jagdbegleiter.
Schon zur Zeit der chinesischen Tang-Dynastie (618-907) schätze man den Tibet Terrier nicht allein als treuen Begleiter der Hirten. Die Tibeter glaubten, dass diese sanftmütige und ästhetische Wuschelhund Glück bringe. Darum wollten sie ihre Glückshunde auch nicht hergeben, auch nicht für viel Geld. Gelegendlich bekamen aber Besucher als Symbol der Zuneigung so einen Hund als Geschenk mit auf ihren Weg. So auch Dr. Agnes R. H.Greig die ein indisches Krankenhaus leitete und eine Frau eines tibetanischen Händlers operierte, als dank dafür bekam sie eine kleine Tibet Terrierhündin, mit der sie 1930 eine Reinzucht begründete.
Vier Jahre später kam es zur Erstellung zweier Standards mit einer definierten Abgrenzung zwischen zwei ähnlichen Rassen, dem Tibet Terrier und dem Lhasa Apso. Übrigens wurde erst im Oktober 2010 der Standard für den Tibet Terrier erneuert. Noch heute macht sich seine Vergangenheit als Hirtenhund in einer kargen Umgebung mit rauem Klima bemerkbar. Denn der Tibet Terrier ist noch sehr ursprünglich geblieben und zeichnet sich durch robuste Gesundheit aus. Sein doppelschichtiges Haarkleid trotzt Wind un und Wetter. Im Sommer wedeln ihm seine langen Zottelhaare Wind zu und sorgen für Abkühlung. Das Haar braucht regelmäßige Pflege doch ist es wie seine Haut so beschaffen, dass der Hund nicht riecht.
Auch die Erziehung eines Tibet Terriers ist meist etwas zeitintensiver als bei manch andrer Rasse. Konsequenz ist darum das A und O, doch diese muß liebevoll und mit Bedacht umgesetzt werden. Auf Zwang reagiert er dickköpfig. Man muß ihn überzeugen und das gelingt nur mit Geduld und Einfühlungsvermögen. Hat man sein Vertrauen gewonnen, zeigt sich der Hund als treuer Begleiter. Einem Fremden stehen Tibet Terrier eher misstrauisch gegenüber, seinen Herrn und dessen Hab und Gut wird er mit lauten Gebell verteidigen, doch niemals angreifen. Denn an Selbstbewußtsein fehlt es ihm nicht.
Verwendung:
Diese lebhafte und gutmütige Rasse ist bei uns meist ein reiner Familienhund. Sie eignet sich für nahezu alle Hundesportarten.
Grösse:
Schulterhöhe von 36-41 cm beim Rüden
Hündinnen etwas kleiner
Fell:
Viele Farben möglich Weiß, Schwarz, Zobel, Creme, Grau oder Rauchfarben, mit oder ohne Abzeichen. Nicht erlaubt sind die Farben Schokobraun oder Leberbraun. Das lange Fell muß mindestens einmal die Woche gründlich gerinigt werden.
Voraussetzung für die Haltung:
Wegen seiner geringen Größe eignet er sich als Wohnungshund. Seine Intelligenz und Bewegungsfreude verlangen aber, dass er gefordert und beschäftigt wird. Er ist kein Schoßhund !
Lebenserwartung:
16-25 Jahre und mehr sind nicht selten
Dieser Text wurde von und mit den Mitgliedern von HundeBoard.com, unter der Leitung von teamplayerhund, erstellt.
Unerlaubtes kopieren, auch in Auszügen, ist nicht gestattet.