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Pyrenäen-Berghund


Pyrenäen-Berghund, ein Herdenschutzhund

FCI Standard 137 Gruppe 2 Sektion 2.2 Molossoide, Berghund


Pyrenäen-Berghund
Hirtenhund zum Schutz der Herden in den Bergen.

Geschichte: Der Pyrenäenberghund ist seit undenklichen Zeiten in den Pyrenäen ansässig, war schon im Mittelalter bekannt und wurde zur Bewachung der Schlösser verwendet; sein Vorhandensein wurde schon im 14. Jahrhundert dokumentiert. Im 17. Jahrhundert war er als Gesellschaftshund bereits geschätzt, er war auch am Hofe Ludwigs des XIV. anzutreffen. Der heutige Standard kommt dem im Jahre 1923 ausgearbeiteten immer noch sehr nahe.

Allgemeines Erscheinungsbild: Großer, imposanter, kräftig gebauter Hund, jedoch nicht ohne eine gewisse Eleganz.

Farbe: weiß oder weiß mit grauen, blassgelben oder orangefarbenen Flecken.

Größe/Widerristhöhe: Rüden 70 - 80 cm; Hündinnen 65 - 75 cm

Gewicht: Rüden ca 60 kg; Hündinnen ca. 45 kg

Verhalten/Charakter: da der Hund ausschließlich zum Schutz der Herden gegen Angriffe durch Raubtiere verwendet wurde, hat er ein achtungsgebietendes Auftreten. Seine Eigenschaften sind Kraft, Wendigkeit, Sanftmut und Bindung an seine Schützlinge. Er hat einen Hang zur Unabhängigkeit und Eigeninitiative, der von seinem Herrn eine gewisse Autorität erfordert.

Erfahrungsberichte

Von Berghund:


Falko
Ja, ich wollte einen Hund, einen Grossen, einen Selbstbewussten, halt einen mit Charakter.

Ich habe mir alle möglichen Hundebücher mit Rassebeschreibungen angesehen und mich für den Pyrie entschieden.

Rassebeschreibung: Selbstbewusst, stolz, eigenständig etc.

Und da sass er dann, ein kleines weisses, flauschiges Wollknäuel gerade mal 3 Monate alt und soooo unschuldig. Doch dass sollte sich bald ändern.

Der Gruppenunterricht in der Hundeschule lief so ab: alle Hunde machten SITZ; Falko STAND und man sah, wie seine grauen Zellen arbeiteten ("Warum muss ich jetzt Sitz machen, was für einen Sinn hat das?) Dann, ganz, ganz langsam ging er in eine Sitzposition über; dass war nicht schlecht, nur, mittlerweile sind alle anderen Hunde wieder aufgestanden und gingen bei Fuss. Achje, jetzt bei Fuss gehen, Falko wurde immer langsamer und machte den sog. "Eselstrick", d.h. er legte sich in die Leine und bockte. Na toll.

Ich war manchmal ganz schön verzweifelt; war dass jetzt der "Charakter". Na, schönen Dank auch!

Bei Spaziergängen mit andern Hunden, die alle miteinander tobten und spielten; da war Falko für sich allein, schnupperte überall und achtete darauf, dass keiner aus der Gruppe plötzlich fehlte. Mir tat er manchmal leid; der "Arme" warum spielt er denn nicht mit den anderen... Mir blutete das Herz!

Wenn ihm der Spazierweg, den man eingeschlagen hatte, nicht passte, ging er einfach seinen eigenen Weg; wie oft bin ich hinter ihm hergewetzt, um ihn wieder einzufangen..... Er schaute mich bloss unverständlich an, was ich wohl will....

Ich verstand ihn einfach nicht. Die Hundetrainer konnte mir nicht weiterhelfen; im Gegenteil, er versuchte mit aller Macht, Falko zu unterwerfen. Das gab mir den Rest und ich suchte Alternativen, denn aufgeben wollte ich nicht !

Dann endlich fand ich in Schneverdingen verständige Menschen, die sich auch mit dieser Rasse der Herdenschutzhunde auskannte.

Na, die haben mir vielleicht den Kopf gewaschen, was mir denn einfiele, einen Herdenschutzhund wie einen Schäferhund erziehen zu wollen (wollte ich doch garnicht) und ob ich nicht wüsste was ich für einen Hund habe (doch, einen mit "Charakter"); ich solle doch endlich zu meinem Hund stehen und akzeptieren, dass er so ist wie er ist, dass ist seine Natur und ich solle bloss nicht versuchen, ihn zu "brechen" (oh Gott, ich will ihn doch nicht brechen).

Oh Mann, dass war starker Tobak; aber hat geholfen: Ich akzeptiere Falko jetzt so wie er ist; klar muss er hören, aber wenn er nicht gleich SITZ macht, dann nicht; er steht oder liegt nämlich viel lieber und viel schneller.

Wenn ich ihn auf dem Feld frei laufen lassen will, "teste" ich erst, ob er heute gewillt ist, den Weg zu gehen, den ich einzuschlagen gedenke; wenn ich merke, nein heute nicht, bleibt er an der Langlaufleine.

Und: ich habe mir ein dickeres Fell angeschafft und schaue nicht mehr darauf, wie andere Hunde so wunderbar hören.

ICH HABE EINEN HUND MIT CHARAKTER!!

lg Petra und Falko

Dieser Text wurde von und mit den Mitgliedern von HundeBoard.com, unter der Leitung von teamplayerhund, erstellt.
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