Das gründliche, planmäßige, ruhige Stöbern nach Wild außerhalb der Kontrolle des Jägers erfordert schon einen Hund mit hoher Führerbindung und einem kontrollierten Beutetrieb. Denn der Hund soll das Wild suchen und finden, um es dann lautjagend dem Jäger zu zutreiben. Und eben
nicht zu versuchen, das Wild selbständig zu erbeuten. Dies findet meist auch noch in unübersichtlichem Gelände statt, sodass sich der Hundeführer schon auf seinen Hund verlassen können muss.
Engverwandt mit dieser jagdlichen Spezialisierung ist das bereits beschriebene
Apportieren, jedoch mit einem gravierenden Unterschied. Beim Apportieren ist die Beute bereits erlegt, beim Stöbern nicht. Am Beispiel der Stöberhunde und ihrer Aufgabe wird sehr deutlich, wie schwierig es ist einen Jagdhund sauber und qualifiziert auszubilden, egal für welche Aufgabe. Es ist und bleibt eine hohe Kunst, den Hund wildrein zu halten und seinen natürlichen Beutetrieb kontrollierbar zu machen.
Die bekanntesten Stöberhunde hierzulande sind alle Spaniels, oder der Wachtelhund. Meist mittelgroß und mit halblangem bis langem oder lockigem Haarkleid ausgestattet, reicht die Farbpalette von tiefschwarz bis leuchtend rot. Das Verhaltensspektrum der Stöberhunde ist sehr universell, mir sind gerade bei diesen Hunden einige sehr freundliche Hunde bekannt, aber auch über Gebühr unverträgliche Tiere. Allen eigen und auffallend ist jedoch die ausgeprägte Bindung zum Hundeführer und seiner Familie.
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