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Die Schweißhunde


Schweißhunde

Wildtiere können sich auf vielerlei Art und Weise verletzen, sei es durch die Landmaschinen während der Ernte, durch Verkehrsunfälle, durch wildernde Hunde, durch die Flucht und nicht zuletzt durch die Jagdausübung selbst.

Verletztes Wild muss zwingend gefunden werden, um körperliches Leid durch Schmerz und das langsame Verenden zu verhindern. Natürlich soll dadurch auch wertvolles und noch verwertbares Wildbret vor dem Verderben bewahrt werden. Hier kommen vor allem die Schweißhunderassen zum Einsatz. Zunehmend werden jedoch auch andere anerkannte Jagdhunde aus den verschiedenen Rassegruppen höchst erfolgreich zur Nachsuche ausgebildet und eingesetzt. Der multifunktionale Jagdhund verdrängt in Zeiten immer kleinerer Jagdreviere mehr und mehr den hochspezialisierten vierläufigen Jagdgefährten.

Der Begriff Schweiß entstammt der Jägersprache und steht eigentlich für das Blut der Wildtiere. Je nach Art und Lage der Verletzung oder Erkrankung kann aber der Blutverlust bei verletzten Wildtieren sehr gering oder gar nicht vorhanden sein. Würde also tatsächlich vom Hund ausschließlich nach Blutstropfen gesucht, wären wohl die meisten Nachsuchen erfolglos. Doch der gut geführte Schweißhund arbeitet in der Hauptsache die Bodenverletzung und die bestimmte Ausdünstung kranken Wildes.

Die Nachsuchenarbeit der durch einen außerordentlich ausgeprägten Geruchsinn und hohen Finderwillen gekennzeichneten Schweißhunde und gut ausgebildeter Hundeführer ist heute wie damals sehr wichtig und kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Dies lässt sich auch aus der Tatsache ableiten, dass es behördliche eingetragene Nachsuchengespanne gibt, um wirklich jedem Jagdpächter den nachweislich geprüften und professionell ausgebildeten Hund zur Verfügung stellen zu können. Gerade Nachsuchen auf Rot- und Schwarzwild sind nicht selten örtlich schwierig und zeitlich aufwendig, sodass hier nur der Spezialist arbeiten sollte.Die fachlich qualifizierte Ausbildung auf der Schweißfährte in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ist sehr aufwendig und auch kostenintensiv, die zu bestehenden Prüfungen sehr schwierig. Hinzu kommen die hohen Anschaffungskosten für einen tauglichen Hund aus „gutem Hause“.

Bayerischer Gebirgsschweißhund, Hannoverscher Schweißhund, Alpenländische Dachsbracke

Die Schweißhunde sind glatt- und kurzhaarig, mittelgroß bis groß und in aller Regel von einem ruhigen Gemüt mit hohem Bindungswillen zum Hundeführer aufgrund der intensiven Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Entdecken und „Beute machen“ (Finden des Wildes).

Dieser Text wurde von und mit den Mitgliedern von HundeBoard.com, unter der Leitung von teamplayerhund, erstellt.
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