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Spielwut auf Spaziergängen

Dies ist eine Diskussion über Spielwut auf Spaziergängen innerhalb des Erziehung & Probleme Forums, ein Teil der Rund um den Hund Kategorie; Hallo, nun möchte ich gleich einmal mein erstes Problem schildern. Seit ein paar Tagen hat Cooper angefangen mit mir spielen ...


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  1. #1
    Judith

    Spielwut auf Spaziergängen

    Hallo,
    nun möchte ich gleich einmal mein erstes Problem schildern.

    Seit ein paar Tagen hat Cooper angefangen mit mir spielen zu wollen. Er beginnt mit dem hochspringen an mir um meine Jacke zu schnappen. Da hatte ich ihn immer weggestoßen doch das klappt jetzt nicht mehr.
    Zwischen durch beißt er auch in die Schuhe (da die oben so weit sind). Hatte es immer ignoriert was auch einigermaßen half, bis ich dabei böse über ihn gestürzt bin...

    Nun wollte ich euch Fragen wie ich es unterbinden könnte? Schließlich kann er mit mir spielen wenn ich das will und in der restlichen Zeit soll er doch "Schnüffeln gehen".

    Liebe Grüße, Judith

  2. #2
    Ella82
    Also erstmal ist es normal für Welpen sich auf den Besitzer zu konzentrieren. Wenn man sich hier interessant macht und das Folgen und Kommen übt, hat man einen guten Grundstein gelegt. Das Verhalten was er zeigt ist natürlich doof. Also unterbinden und andere Spiele anbieten...gemeinsames Stöckchen suchen oder Mäuse buddeln oder Verstecken spielen. Unterbinden durchaus auch kurz knapp und deutlich...wie Du es schon gemacht hast.

  3. #3
    Calea
    Hast du dich schon mal weg gedreht, wenn er das macht?

  4. #4
    stygia
    Wegschubsen ist nicht optimal. Manche Hunde sehen das als etwas derbe Fortsetzung des Spiels.

    Dann lieber erstarren und sich garnicht regen. Das finden viele Hunde dann langweilig und hören auf. Oder bei den hartnäckigen mal einen deutlichen Anranzer.

    Und Alternativen anbieten. Ein Spielzeug zum rumzerren, statt Jacke oder Schuhe. Oder eben anderes Interessantes, Mäuschen suchen oder irgendwas erkunden.

  5. #5
    Isabel
    Hallo Judith, wir haben ja auch einen Welpen im Alter von Cooper, das ist Alma, eine Border-Collie Hündin. Wenn sie "unerwünscht" spielt, z.B. mit meinem Stöckchen zum Passieren steiler Abhänge, dann biete ich ihr sofort ein anderes Spielzeug an (zur Zeit ein kleines Geierchen an einer Leine, das sie sehr liebt und sage zum Stöckchen-Beißen strikt "nein" und lobe sie, wenn sie dies respektiert). Wir wandern nämlich über Stock und Stein und die steilen Passagen sind teilweise rutschig. So muß sie lernen, daß das Stöckchen dem Zweibeiner zur Sicherheit dient. Es klappt täglich besser.

    Wir sind allerdings zu viert unterwegs, so daß sie sich auch auf die beiden anderen, älteren Hunde konzentriert.
    Bist Du mit Cooper allein unterwegs?

  6. #6
    sprotte
    Da sind schon tolle Ratschläge und du bist auch auf einen guten Weg.
    Ich handhabe es ähnlich: Nur gebe ich ein akustisches Signal dazu.
    Wichtig ist, schnell, deutlich und konsequent. Dann reicht bald nur noch ignorieren und das akustische Signal. Toi toi toi...Elli

  7. #7
    Judith
    Vielen Dank für die Ratschläge. Ich werde ihm mal etwas anderes anbieten. Hoffentlich denkt er dann nicht, wenn er das macht wird gespielt... also lieber vorher ein Nein und sobald er auf dem Boden steht ein Spielzeug anbieten?
    Isabel: Ich gehe immer alleine mit Cooper. Nur selten einmal mit Cooper und Lotte, weil die beiden dann so unkonzentriert sind...

  8. #8
    Blackwood
    Zitat Zitat von stygia Beitrag anzeigen
    Wegschubsen ist nicht optimal. Manche Hunde sehen das als etwas derbe Fortsetzung des Spiels.

    Dann lieber erstarren und sich garnicht regen. Das finden viele Hunde dann langweilig und hören auf. Oder bei den hartnäckigen mal einen deutlichen Anranzer.

    Und Alternativen anbieten. Ein Spielzeug zum rumzerren, statt Jacke oder Schuhe. Oder eben anderes Interessantes, Mäuschen suchen oder irgendwas erkunden.

    Deine Einstellung zum Wegschubsen kenne ich noch von Hallohund.

    Im Prinzip läuft es auch auf eine Deutung zum Weiterspielen hinaus. Habe ich letztens erst bei einem kleinen Mädchen gesehen, die ihren Hund damit aus einem (offenen) Laden heraustreiben wollte.
    Kannst dir vorstellen, wie das weitergegangen ist....

    Das Wegschubsen hat aber den Vorteil, dass man sich darin beliebig steigern kann. Irgendwann merkt auch der letzte Hund, was damit wirklich gemeint ist und weiß dann auch die sanfteren Versionen ernst zu nehmen.
    Konsequent betrieben geht es schon, wenn einem nix anderes einfällt, aber es geht natürlich auch besser.

    Regungslos, um den Hund zu langweilen, werde ich aber nicht bleiben. Bei unerwünschtem Verhalten regt sich Hund, so auch ich.

    Mit interessanten Dingen/Erkundungen ablenken, mache ich auch nicht, weil Hund es nicht tut. Die damit verbundene Verknüpfung Anspringen=Belohnung in Form von Spiel und Abenteuer vermeiden Hunde. Sie sind da schon mehr auf das von dir genannte Anranzen festgelegt.


    Es ist nun mal ein ein unangebrachtes wie flausiges Verhalten. Das sollte schon angemeckert werden.

    Als weiche Alternative würde ich dem Hund zuvorkommen mit Spiel-u. Abenteuereinlagen und diese Aktionen auch selbst beenden. Wenn dadurch schon klar wird, wer hier wenn auffordert und wer etwas beendet, dann täte das ja reichen. Damit nehme ich dem Hund seine erdachte Rolle von vornherein aus der Pfote. 50:50 dass das reicht, ansonsten siehe oben.

  9. #9
    Blackwood
    Zitat Zitat von Judith Beitrag anzeigen
    Ich werde ihm mal etwas anderes anbieten. Hoffentlich denkt er dann nicht, wenn er das macht wird gespielt...
    Doch. Genau das denkt er, weil die Zusammenhänge ja auch tatsächlich so sind.
    Deshalb denkst du das ja auch.

  10. #10
    stygia
    Ich hab mich da vllt. nicht deutlich genug ausgedrückt.
    Mit "was anderes anbieten" meine ich, nicht sofort, wenn der Hund das unerwünschte Verhalten zeigt. Eben wegen der sonst wahrscheinlich entstehenden Verküpfungen. Sondern entweder wenn er sich beruhigt hat oder besser noch bevor er anfängt, von selber nicht erwünschte Spielattacken zu starten.

    Man kennt ja seinen Hund und wenn der zu Beginn des Spazeirgangs voller Elan und Tatendrang rausgeht, kann man ihm ja gleich erstmal eine Spielrunde bieten und die Energie in gewünschte Bahnen lenken.

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