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Vermieter überzeugen?

Dies ist eine Diskussion über Vermieter überzeugen? innerhalb des Allgemeines Forums, ein Teil der Rund um den Hund Kategorie; Hallo an alle! Meine Freundin und ich möchten uns schon seit längerem einen Hund zulegen. Vor ein paar Wochen haben ...


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  1. #1
    Arizona

    Frage Vermieter überzeugen?

    Hallo an alle!

    Meine Freundin und ich möchten uns schon seit längerem einen Hund zulegen. Vor ein paar Wochen haben wir uns dann ernsthaft damit beschäftigt, Bücher gewälzt, Züchter kontaktiert und eben auch einen Antrag auf Hundehaltung an die Hausverwaltung (ist ja stellvertretend für den Vermieter) geschickt, da laut Mietvertrag Hunde- und Katzenhaltung genehmigt werden muss.
    Wir hatten eigentlich fest damit gerechnet, dass wir eine Zusage bekommen, aber unser Antrag wurde in einem Satz abgelehnt, ohne Begründung, wobei der Antrag wirklich ausführlich war (welche Rasse, dass wir Unterlagen vorlegen wie Anmeldung bei der Stadt und dass wir beide einen "Hundeführerschein" machen wollen und und und).

    Nun haben wir aber mitbekommen, dass die Mieter über und neben uns eine Katze halten. Da meine beiden Schwestern ebenfalls Katzen halten und dies nicht mit dem Vermieter abgesprochen wurde (denn "Katzen fallen ja eh keinem auf"), vermute ich mal ganz stark, dass die Katzen bei uns im Haus auch nicht offiziell genehmigt wurden.

    Ich finde es einfach nicht fair, dass Katzen gehalten werden (höchst wahrscheinlich ohne Wissen des Vermieters) und wir uns an die Regeln halten und eine Absage bekommen

    Das Haus mit insgesamt 12 Wohnungen wurde dieses Jahr renoviert, wir wohnen seit März drin und die Wohnung ist eigentlich perfekt für uns und auch für einen Hund, EG, 56m² mit einem riesigen Wohnzimmer, 2 Fußminuten entfernt ein Park.

    Wir haben erst überlegt, uns auch eine Katze anzuschaffen, aber das ist ja nun was ganz anderes. Ich mag Katzen eigentlich nicht, ich will ein Tier, mit dem ich vor allem draußen was unternehmen kann und kein Haustier für das ich nichts weiter als Dosenöffner und Gelegenheitskrauler bin.
    Wir wollen unser Glück einfach nochmal versuchen und vor allem nach einem Grund für die Absage fragen, denn eine Absage muss ja immer sachlich begründet werden, haben wir gelesen.

    Da wir vor ein paar Wochen bereits kurz davor standen, haben wir uns schon einiges angelesen an Wissen über Hundehaltung und Erziehung, finanziell alles durchgerechnet (passt!) und da wir im EG wohnen, hätten andere Mieter des Hauses kaum Kontakt zum Hund. Wir selbst sehen kaum andere Mieter des Hauses.

    Ich wollte jedenfalls einfach mal fragen, was eure Erfahrungen sind und ob ihr eventuell noch Tipps für uns hättet, um unseren Wunsch doch noch erfüllen zu können.

    Viele Grüße,
    Arizona

    PS: es soll ein Labrador(-Mischling) sein.

  2. #2
    Gelöschter Benutzer
    Wenn der Vermieter sich querstellt, dürftet Ihr kaum damit durchkommen, vor allem wenn im Haus sonst kein Hund lebt. Ich glaube die Gesetzeslage ist dergestalt, dass Haustiere BIS zur Katze grundsätzlich nicht verboten werden können. Dies würde für Euer Wohnhaus sprechen. Ein Hund fällt da leider nicht drunter.

    Mein Tipp für Euch so blöd er auch klingt: Wohnung mit Hundeerlaubnis suchen und umziehen, denn da wo Ihr jetzt seid wirds kaum klappen.

  3. #3
    Arizona
    Laut Mietvertrag müssen Hunde UND Katzen vom Vermieter genehmigt werden. Das heißt ja dann, dass selbst für eine Katze eine Erlaubnis eingeholt werden muss.

    Ich habe es schon oft gelesen, dass bei einer Klausel, bei der sich der Mieter nur bei Hunden und Katzen eine Zustimmung vom Vermieter holen muss, der Mieter davon ausgehen kann, dass er die Zustimmung auch bekommt (sonst könnte der Vermieter ja gleich im Mietvertrag schreiben "Hunde- und Katzenhaltung verboten", Kleintiere darf er ja nicht verbieten). Sollte diese Zustimmung nun NICHT erfolgen, DANN muss der Vermieter einen wichtigen Grund für diese Ablehnung angeben. Und den haben wir eben nicht bekommen, daher wollten wir unser Glück noch einmal versuchen.

    Über einen weiteren Umzug haben wir auch schon nachgedacht, aber das würde wieder Geld kosten für Umzug und neue Küche etc. und das Geld haben wir eigentlich für einen vierbeinigen Freund zur Seite getan

    Aber danke für deine Meinung!
    Grüße

  4. #4
    Gelöschter Benutzer
    Dann bleibt mir nur noch der Tipp zum Anwalt zu gehen. Sofern Ihr eine Rechtschutzversicherung habt oder beim Mieterbund seid, sollte das eigentlich kein Problem sein. Ich habe in einem ähnlichen Fall mal ein Gutachtenüber den Hund erstellt und dann hats geklappt. Vielleicht könnt Ihr auch auf einem ähnlichen Weg was erreichen.

  5. #5
    Tapsy69
    Vieleicht liegt es ja an der Rasse die ihr anschaffen wollt Was für einer soll es denn sein? Wenn ihr schon einen Hundeführerschein vorlegen wollt ?

    LG KAtja

    Ah habe die Rasse eben gelesen vielleicht zu groß ? ich meine die qm² ist nicht sehr viel für so einen mischling meiner Meihnung nach

  6. #6
    Ferrie
    Wenn Dein Antrag abgelehnt wurde, dann sieht es aus meiner Sicht schlecht aus.

    Hier bei uns ist die Wohnungsbauges. sehr kulant. Man muss auch beantragen - aber dann hat man innerhalb von zwei Tagen die Genehmigung...

    Viele Grüße von
    Hans-Dieter & seinem Ferrie

  7. #7
    omami
    Warum schwere Geschütze auffahren?
    Nehmt gleich die Artillerie:
    Macht Euch die Mühe, klappert alle Mitmieter ab und redet mit denen. Wenn da Katzen ohne Genehmigung wohnen, können die Besitzer schwerlich ablehnen. Eine Unterschriftenliste mit einem neuerlichen Antrag könnte doch Wunder wirken.
    Ich halte Euch jedenfalls ganz fest die Daumen.

  8. #8
    Arizona
    Danke für eure Antworten!

    Ja über eine Unterschriftensammlung haben wir auch schon nachgedacht. Wir wollten aber erst einmal abwarten, was der Vermieter für einen Grund für die Ablehnung angibt. Im unserem Haus wohnen fast nur junge Leute, wir wohnen sehr nah an der Uni, daher wohnen hier viele Studenten, die am Wochenende oft auch gar nicht da sind. Also sind z. B. keine ängstlichen Rentner mit Hundephobie in Sicht ;-)

    Ich weiß, dass die m²-Zahl unserer Wohnung wahnsinnig klein wirkt, aber wir haben eine offene Küche im Wohnzimmer, daduruch fällt quasi ein Raum weg. Unser Wohnzimmer hat bestimmt um die 25m², das Schlafzimmer etwa 16-18m². Der Rest ist Bad und Flur und ins Bad soll der Hund eh nicht dürfen, außer mal zur Hundedusche. Demnach sind Wohnzimmer und Schlafzimmer meiner Meinung nach groß genug.

    Das mit dem Hundeführerschein haben wir beide eigentlich nur vor, um einfach gekonnt mit dem Hund umgehen zu können. Dass ein Labrador ein recht friedlicher und gut zu erziehen ist, weiß ich. Ich könnte mir aber vorstellen, dass früher oder später ein Hundeführerschein Pflicht wird.

    Ich habe für den "Notfall" eine Rechtsschutzversicherung, aber ich bin da immer vorsichtig, gerade wenn's um Auseinandersetzungen mit dem Vermieter geht. Da das Büro der Hausverwaltung über die Feiertage bis zum 2. Januar 2012 eh geschlossen ist, werden wir einen weiteren Brief schreiben, und da auch auf die Katzenhaltung der anderen Mieter im Haus eingehen. Ich glaube kaum, dass denen dann gesagt wird, dass sie ihre Haustiere abschaffen müssen. Das Recht hätte der Vermieter zwar, aber ich hoffe eher, dass er dann auch unserer Hundehaltung zustimmt.

    Eine Freundin von mir meinte, wir hätten gar nicht erst anfragen, sondern uns einfach einen Hund anschaffen sollen, da viele Vermieter das eh nie genehmigen würden, aber auf Dauer das stillschweigend hinnehmen.
    Ich hätte die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen und würde ständig Angst haben, dass der Vermieter das mitbekommt und veranlasst, dass ich den Hund wieder weggebe. Das will ich ja nicht riskieren.

    Naja, ich hoffe mal, dass die Hausverwaltung und Vermieter sind gut gestimmt am Anfang des Jahres

    Viele Grüße!

  9. #9
    Gelöschter Benutzer
    Also das wäre auch keine gute Lösung den Vermieter zu hintergehen, am Ende hättet ihr nur die Kündigung am Hals. Meine besten Wünsche für euer vorhaben.

  10. #10
    Arizona
    So, neues Jahr - neues Glück!

    Wir versuchen es nun noch einmal, die Genehmigung einer Hundehaltung in unserer Mietwohnung durchzukriegen. Wie gesagt, erster Antrag wurde abgelhnt ohne Begründung, im Mietvertrag steht aber, dass die Haltung von Hund und Katze generell nicht verboten ist, allerdings jeder Einzelfall eine Genehmigung des Vermieters benötigt.

    Mich würde mal interessieren, was ihr von unserem Anschreiben haltet, los gehts:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    unseren Antrag auf Genehmigung der Hundehaltung lehnten Sie in Ihrem Antwortschreiben zu unserer Überraschung ohne weitere Begründung ab.
    Da Sie anderen Mietern des Hauses augenscheinlich die Katzenhaltung genehmigt haben, bitten wir Sie, die Ablehnung noch einmal zu überdenken.

    Wie bereits in unserem Schreiben vom 30.09.2011 erläutert, garantieren wir eine Hundehaltung, die dem Tierschutzgesetz voll entspricht. Wir werden sämtliche notwendige Versicherungen abschließen und mit Hilfe von Hundeschule und Training den Hund so gut wie möglich ausbilden. Sollten Sie bezüglich der anderen Mieter im Haus Bedenken haben, so sind wir gewillt, mit Hilfe einer Unterschriftensammlung das Einverständnis der anderen Mieter einzuholen.

    Ein Hund richtet bei verantwortungsbewusster Haltung in einer Mietwohnung nicht mehr Schaden an als eine Katze. Sollte es im Laufe der Zeit dennoch unerwartet zu Problemen kommen, können Sie immer noch die Genehmigung der Hundehaltung widerrufen. Wir werden jedoch unser Bestmögliches geben, um für einen weiterhin reibungslosen Alltag im Wohnhaus zu sorgen.

    Bitte überdenken Sie noch einmal Ihre Entscheidung oder teilen Sie uns ein „berechtigtes Interesse“ (siehe Mietvertrag, § 9) mit, weswegen eine Hundehaltung nicht gestattet werden sollte.

    Mit freundlichen und den besten Wünschen für 2012
    getreu dem Motto "you can get it if you really want" werden wir den Brief diese Woche noch in die Post geben

    Viele Grüße an alle!
    Arizona

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